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Reformen, Widersprüche und bittere Armut
IPPNW-Delegationsreise in die Türkei vom 12.-25.3.06

Nach Rückkehr der Delegation haben sich der Türkei die Ereignisse überschlagen. In Diyarbakir und anderen Städten kam es zu massiver Gewalt mit Toten und Verwundeten und Hunderten von Inhaftierten. Viele der Opfer sind Kinder und Jugendliche. Der Justizminister hat ein scharfes Anti-terrorgesetz von 1991 wieder aus der Schublade geholt. Nationalismus, Hass und Vergeltung sind an der Tagesordnung, Demokratie, Versöhnung und Frieden in weite Ferne gerückt.
Vor dem Spiegel dieser Ereignisse erscheinen die Gespräche vor Ort in einem neuen Licht.
Die Reise führte nach Diyarbakir, Batman, Hasankeyf, Mardin, Kiziltepe, Urfa, Gaziantep, Adana und Izmir. Gesprächspartner waren der Menschenrechtsverein (IHD), die Menschenrechtsstiftung (TIHV), der Verein der Vertriebenen (GÖC-DER), die Ärztekammer, die Gesundheitsgewerkschaft (SES), Frauen gegen häusliche Ge-walt /KAMER), Kommunale Frauenarbeit (DIKASSUM), Initiative zur Rettung Hasan-keyfs, Ärzte und Leute auf der Straße.
IPPNWakzente Juli 2006, 63 Seiten A4.
