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Krieg macht krank - Medizinische Versorgung in Afghanistan

IPPNW aktuell 21/10

Krieg macht krank - Medizinische Versorgung in Afghanistan

Die Gesundheitssituation in Afghanistan ist verheerend. Etwa ein Drittel der Landbevölkerung hat keinen Zugang zu medizinischer Versorgung. Knapp neun Millionen Menschen leiden an Hunger und Unterernährung. 25 Prozent der Bevölkerung sind von Mangel an Trinkwasser betroffen. Die durchschnittliche Lebenserwartung ist mit 46 Jahren um 20 Jahre geringer als die in den Nachbarstaaten.

Zusammen mit UN-Organisationen und Nichtregierungsorganisationen hatte das Gesundheitsministerium Afghanistans 2003 das "Basic Package of Health Services" (BPHS) erarbeitet. Darin wurden Prioritäten genannt, nach denen die medizinische Versorgung in Afghanistan aufgebaut werden sollte: u.a. gesicherter Zugang zu Trinkwasser und Nahrungsmitteln, Bekämpfung von Mütter-, Säuglings- und Kindersterblichkeit, Eindämmen von Durchfallerkrankungen und Atemwegsinfektionen sowie Impfungen gegen die häufigsten Kinderkrankheiten, Kontrolle von Tuberkulose und Malaria sowie Behandlung psychischer Erkrankungen. Doch sieben Jahre später bleibt die gesundheitliche Situation sehr ernst.

Das IPPNW-Faltblatt beschreibt die medizinische Versorgung und die seelische Gesundheit der afghanischen Bevölkerung. Ein Exkurs widmet sich den posttraumatischen Belastungsstörungen bei Soldaten.

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